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Pausenregelung im Tiefkühllager: Aufwärmpausen richtig regeln

Pausenregelung im Tiefkühllager: Aufwärmpausen richtig regeln

Wer im Tiefkühllager oder in der Kühlzelle arbeitet, kühlt mit jeder Stunde weiter aus. Aufwärmpausen sind deshalb keine Nettigkeit, sondern eine Schutzmaßnahme — sie halten Ihre Leute warm, wach und einsatzfähig. Hier finden Sie Orientierungswerte für Arbeits- und Aufwärmzeiten, die Anforderungen an einen Aufwärmraum und wie Sie Rotation praktisch regeln.

Warum Aufwärmpausen unverzichtbar sind

In der Kälte verliert der Körper laufend Wärme. Ohne Erholung sinkt die Körpertemperatur langsam, und die Folgen summieren sich:

  • Feinmotorik lässt nach: kalte Hände arbeiten langsamer und ungenauer — mehr Fehler, höheres Unfallrisiko.
  • Aufmerksamkeit sinkt: Auskühlung macht müde und verlängert die Reaktionszeit.
  • Gesundheitsbeschwerden: dauerhafte Kältebelastung erhöht das Risiko für Muskel- und Gelenkbeschwerden und Ausfälle.

Orientierungswerte für Arbeits- und Aufwärmzeiten

Eine starre gesetzliche Höchstdauer für Kältearbeit gibt es nicht; die Aufwärmzeiten ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Orientierung liefert die DIN 33403-5, die Grenzwerte für das Arbeiten in Kältebereichen beschreibt. Als grobe Richtschnur gilt: je tiefer die Temperatur, desto kürzer die Verweildauer und desto häufiger und länger die Aufwärmpausen im beheizten Raum.

Faustregel

  • Wechsel zwischen Kältebereich und beheiztem Aufwärmraum einplanen.
  • Aufwärmpausen im warmen Raum, nicht im Kältebereich.
  • Je kälter, desto kürzer die Arbeitsblöcke.

Der Aufwärmraum: Anforderungen

  • ein beheizter Raum um die 18 bis 20 °C, nah am Arbeitsplatz;
  • Möglichkeit, Jacke, Handschuhe und Mütze zu trocknen — feuchte Kleidung kühlt danach viel schneller aus;
  • ein warmes, alkoholfreies Getränk.

Rotation und Aufgabenwechsel

Neben festen Pausen senken Sie die Kältebelastung, indem Sie Arbeit im Kältebereich mit Tätigkeiten in warmer Umgebung abwechseln. So bleibt niemand unnötig lange in der Zelle, und die Belastung verteilt sich fair im Team.

Warm bleiben verlängert die komfortable Arbeitszeit

Je besser jemand vor Kälte geschützt ist, desto länger die komfortable Arbeitszeit und desto seltener das Aufwärmen. Wo sich der Raum nicht beheizen lässt, bringt gezielte Körperwärme Abhilfe: eine aktive, wärmende Schicht hält den Rumpf auf Temperatur, sodass Pausen kürzer und seltener ausfallen können — ohne Abstriche bei der Sicherheit.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die geltenden Normfassungen und die Beurteilung durch Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit.

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Häufige Fragen

Wie oft sind Pausen bei Arbeit im Tiefkühllager nötig?

Es gibt keine starre gesetzliche Vorgabe; die Häufigkeit ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Orientierung bietet die DIN 33403-5: je tiefer die Temperatur, desto kürzer die Arbeitsblöcke und desto häufiger die Aufwärmpausen.

Müssen Aufwärmpausen bezahlt werden?

Aufwärmpausen, die zum sicheren Arbeiten notwendig sind, gehören zu den Arbeitsbedingungen. Ob und wie sie vergütet werden, richtet sich nach Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag.

Wie warm muss der Aufwärmraum sein?

Richten Sie den Aufwärmraum auf etwa 18 bis 20 °C ein, mit der Möglichkeit, Kleidung zu trocknen und ein warmes Getränk zu nehmen.

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